Classic Center Hannover –
Aktuell bei Mercedes-Benz

Aktuelles im Classic Center Hannover

Pagode oder „Pagode“

Auf dem Autosalon in Genf 1963 lüftete die Daimler-Benz AG ein streng gehütetes Geheimnis: Erstmalig war der neue SL zu sehen, der die Nachfolge des 190 SL und auch des legendären 300 SL antreten sollte. Ein schweres Erbe? Nicht wirklich. Seine Konstrukteure hatten ihre Hausaufgaben gründlich gemacht und den Novizen bestens ausgestattet.

KLASSIKER – Ein Auto wie aus dem Bilderbuch: Der 230 SL trug bereits bei seiner Vorstellung im Jahr 1963 die Gene eines zukünftigen Klassikers. Seine aufregend zeitlose Form, der leistungsstarke Motor und die innovative Technik lösten eine Welle der Faszination aus, die bis heute anhält.

Die moderne, gradlinig geschnittene Karosserie und der luxuriöse lichtdurchflutete Innenraum  trafen genau den Zeitgeschmack. Weit nach vorn ausgeschnittene Türen ermöglichten einen für Sportwagen ungewöhnlich bequemen Einstieg, und die großzügige Verglasung sorgte für einen hervorragenden Rundum-Blick. Auch technisch verstand der Neue zu brillieren: Ein kräftiger Sechszylinder-Einspritzmotor verhalf zu überdurchschnittlichen Fahrleistungen. Dem serienmäßigen Vier-Gang-Schaltgetriebe konnte man auf Wunsch einen fünften Gang spendieren oder – erstmalig in einem SL – ein modernes Automatikgetriebe ordern. Nicht zuletzt war auch eine Servolenkung lieferbar, was den  Komfortanspruch der 60er-Jahre deutlich übertraf. Der Begriff „Sicherheit im Automobilbau“ war bei Daimler-Benz bereits länger bekannt. Der geniale Konstrukteur Béla Barényi – zu Recht trägt er bis heute den Beinamen „Sicherheitspapst“ – arbeitete eng mit dem Designer Paul Bracq zusammen. Das Ergebnis war und ist ein bis heute zeitlos schönes Cabriolet, das alle Sicherheitsnormen erfüllte und die Herzen der Kunden höherschlagen ließ. Kein Wunder, dass sich sofort ein großer Verkaufserfolg einstellte, die Modellnachfolge war perfekt geregelt.

Produziert wurde die „Pagode“ von 1963 bis 1971 – zunächst als 230 SL, 1967 folgte der 250 SL, und ab 1968 bis Produktionsende wurde der 280 SL gebaut. Insgesamt wurden knapp 49.000 Fahrzeuge hergestellt, mehr als die Hälfte wurden exportiert.

Geniestreich Pagodendach
Zwei Versionen waren im Angebot: ein Cabrio mit Stoffverdeck und optional lieferbarem Hardtop  sowie ein Roadster 2+2 mit einer Rücksitzbank und Hard-top, allerdings ohne Stoffdach (California-Version). Das Hardtop stand auch Pate für die Zusatzbezeichnung dieses Modells: Das ungewöhnlich nach innen gewölbte Mittelteil des Dachs verlieh dem SL ein sportlich-dynamisches Erscheinungsbild und erinnerte  an die typische  Dachkonstruktion asiatischer Pagoden. Der Name „Pagode“ war fortan untrennbar mit diesem SL verbunden.
In der langen Tradition der Fahrzeuge mit der Bezeichnung SL hat sich die „Pagode“ einen Stamm-platz erobert. Sie ist in der Szene fest etabliert. Die Formgebung, die beherrschbare Technik, eine  beruhigende Ersatzteilversorgung und besonders die problemlose Handhabung im alltäglichen  Gebrauch ließen die Fan-Gemeinde im Laufe der Zeit immer größer werden.  

Das Classic Center der Mercedes-Benz Niederlassung Hannover hat perfekt restaurierte Exemplare der „Pagode“ im Angebot.
Ansprechpartner: Joachim Schultz
Leiter Verkauf Klassische Automobile
Telefon: 0511 5465-108
E-Mail: joachim.schultz@daimler.com

PAGODE
Eine Pagode (chinesisch 塔, Pinyin ta) ist laut Wikipedia „ein markantes, mehrgeschossiges, turmartiges Bauwerk, dessen einzelne Geschosse meist durch vorragende Gesimse oder Dachvorsprünge voneinander getrennt sind“. Charakteristisch für diesen in China entstandenen und von dort nach Vietnam, Nepal, Burma, Japan und Korea verbreiteten Baustil ist die an den Ecken hochgezogene Dachform. Die größte kulturelle Bedeutung haben Pagoden im Zusammenhang mit dem Buddhismus, in dem sie auch als Tempel dienen. Eine der größten Pagoden in Europa ist die Viên Giác Pagode des buddhistischen Klosters der Erleuchtung in Hannover.

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