Classic Center Hannover –
Aktuell bei Mercedes-Benz

Aktuelles im Classic Center Hannover

Auf Wolke 600

Der Mercedes-Benz 600 gilt als besonderes Beispiel für die Umsetzung von Gottlieb Daimlers Leitmotiv „Das Beste oder Nichts!“. Dafür durfte sogar der Stern auf dem Kühler größer sein als bei allen anderen Mercedes Modellen dieser Zeit.

Der Mercedes-Benz 600 sprengte 1963 alle automobilen Maßstäbe. Imposanter in der Erscheinung, luxuriöser ausgestattet, technisch aufwändiger konstruiert und in Handarbeit penibler gefertigt als jede andere Limousine. Der „Sechshunderter“ zählte zur ersten Wahl für Kaiser und Könige, Regierungschefs, Wirtschaftsmagnaten, Schauspieler, Musiker, Modeschöpfer, Prominente und den Jet-Set. Nichts war unmöglich bei der Ausstattung, eine eigene Abteilung befasste sich ausschließlich mit den Sonderwünschen der anspruchsvollen Kunden.

Entfaltet sich auch heute noch die Ausstrahlung dieser Luxuslimousine? Joachim Schultz vom Classic Center Hannover bittet kurzerhand zur Probefahrt in einem exzellent gepflegten Exemplar, das er in seinem Angebot offerieren kann. Der „Große Mercedes“ beeindruckt sofort. Stilvoll und schnörkellos gezeichnet, wirkt seine Karosse trotz stattlicher Maße harmonisch. Der Chromzierrat kann als üppig bezeichnet werden, aber so definierten die 1960er-Jahre eine Autorität, die ihre Wirkung bis heute nicht verfehlt.

Wer im „Sechshunderter“ vorfährt, muss einfach nichts weiter sagen. Standesgemäß versinken die Passagiere im Fond in bequemen Polstern aus cognacfarbenem, handschuhweichem Leder. Der Platz im Innern ist eine Dimension für sich. Im Blick edles Wurzelholz, sacht fällt die Tür ins Schloss.

Der vom Classic Center Hannover angebotene Mercedes-Benz 600 hat seine Jahre im diplomatischen Dienst auf Hawaii würdevoll absolviert.

Alle Möglichkeiten ausgeschöpft

Massive Schalter lassen die verdunkelten Scheiben heruntergleiten. Die Ingenieure haben alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft und eine Zentralhydraulik für den absolut lautlosen Betrieb von Fensterhebern, Schiebedach, Sitzverstellung und des Kofferraumdeckels installiert. Selbst das Starten des Motors dringt kaum ans Ohr. Der Achtzylinder und die Viergang-Automatik sind über jeden Zweifel erhaben und ermöglichen ansehnliche Fahrleistungen. Die hydropneumatische Federung lässt keine Unebenheiten durchdringen. Fahrkomfort pur. Man gleitet im „Sechshunderter“ tatsächlich wie auf einer Wolke. Im Fond lässt sich der Luxus noch angenehmer genießen. Dennoch überlässt ein heutiger Besitzer den Platz hinter dem Steuer eher nicht einem Chauffeur. Er fährt lieber selbst, denn gerade so wirkt der Reiz dieses einzigartig entspannten Reisens. Es ist die perfekte Rückblende in die Ära, als Mercedes-Benz „Das Beste oder Nichts“ neu definierte.

Übrigens: Angesichts des enormen Entwicklungs- und Produktionsaufwands waren die Luxuslimousinen damals kein wirtschaftlicher Erfolg für die Daimler-Benz AG. Aber darum ging es letztlich nicht. Die Nachrichten im noch jungen Farbfernsehen rücken bei Übertragungen großer Ereignisse aus aller Welt den Mercedes-Benz 600 immer wieder in den Fokus. Er prägte so eindrucksvoll das Image der Marke Mercedes-Benz und der Ingenieurskunst „Made in Germany“ mit.

Mercedes-Benz 600

Der Mercedes-Benz 600 – Baureihe W 100 – wurde 1963 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Das viertürige Basismodell kommt auf 5,54 m Länge und 1,95 m Breite. Die bis zu achtsitzige Pullman-Version mit sechs Türen ist sogar 6,24 Meter lang und bietet im Fond eine Vis-à-vis-Sitzanlage. Besonders exklusiv war die Landaulet-Version. Angetrieben wird der 600er von einem damals neu entwickelten Achtzylindermotor mit 6,3 Litern Hubraum und 250 PS. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 205 km/h. Von 1964 bis 1981 entstanden 2.677 Exemplare des „Großen Mercedes“, davon 429 in der fulminanten Pullman-Variante. Vom Landaulet wurden nur 59 Exemplare gebaut.

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