300SL

1957

"Roadster"

300SL Roadster, Erstzulassung 1957

300SL
Lack Silbermetallic (180)
Polster Leder rot
Türen 2
Sitzplätze 2
Vorbesitzer 6
H-Kennzeichen ja
Sonderausstattungen:

Rudge-Felgen mit Zentralverschlüssen

Preis EUR Auf Anfrage

(§25a UStG differenzbesteuert)

Fahrzeughistorie:

Als im Februar 1954 der 300SL "Flügeltürer" (W 196) in den USA sein Debüt feierte, waren die Amerikaner begeistert über den "Rennwagen für die Straße" und das "German Engineering". Was noch niemand ahnen konnte : Dieses Modell wurde 50 Jahre später in den höchsten Adelsstand erhoben, der für ein Autto zu vergeben ist. Als  "Klassiker des Jahrhunderts" hat der 300SL einen ganz besonderen Kultstatus erreicht und sich weltweit im Bewusstsein der Auto-Enthusiasten verankert.

Dabei begann die Geschichte dieser Legende mit großen Herausforderungen. Zunächst musste die reinrassige Rennwagen-Konstruktion für den Verkauf "zivilisiert" werden. Der von Rudolf Uhlenhaut entwickelte Gitterrohr-Rahmen war zwar leicht und sehr stabil, verhinderte jedoch den Einbau konventioneller Türen. Den Konstrukteuren blieb an dieser Stelle keine andere Möglichkeit übrig, als in die Dachpartie auszuweichen. Die eigentliche "Notlösung" entpuppte sich als DAS Stil-Element überhaupt - und machte das Auto als "Gullwing" (Möwenschwinge) weltberühmt. Um den aus der 300er-Limousine stammenden Motor in der flachen Karosserie unterbringen zu können, musste das Aggregat stark modifiziert und um 45 Grad nach links geneigt eingebaut werden. Erstmalig kam bei Mercedes die Benzin-Direkteinspritzung aus der Flugmotoren-Technik in einem Auto zum Einsatz, was die Leistung auf überlegene 215 PS steigerte.

Im Jahr 1957, nach exakt 1.400 gebauten Flügeltürern erschien der 300SL Roadster auf dem Markt - nicht zuletzt deshalb, weil auch der 190SL Roadster mittlerweile ein grandioser Erfolg war. Der Gitterrohr-Rahmen wurde modifiziert und ermöglichte nun den Einbau konventioneller Türen. Auch ohne Flügeltüren übertrug sich die Faszination 1:1 auf den offenen Zweisitzer. Bis 1963 verließen insgesamt 1.858 Roadster das Werk in Sindelfingen und wie bereits beim "Flügel" die meisten davon in Richtung USA. Nach wie vor sind die wenigen Exemplare heiß begehrt sind und in mancher Liebhaber-Garage parkt heute das berühmte Paar, wohl behütet, nebeneinander.

Dieses Fahrzeug:

Ende 1957 wurde dieser 300SL Roadster fertiggestellt und an seinen Erstbesitzer nach Frankfurt ausgeliefert. Jahre später ging es von dort aus über den "großen Teich" in die USA. Dort wechselten mehrfach die Besitzer, die vornehmlich aus der amerikanischen Autoliebhaber- und Sammlerszene stammten. Hier findet sich auch die Erklärung für die relativ geringe Laufleistung des Wagens. Zuletzt erwarb ein Geschichtsprofessor aus dem sonnigen Santa Barbara den silbernen Roadster. Er fuhr ihn bis zum Jahr 2016, dann ging es für das Auto zurück nach Deutschland.

Der SL in der sportlich-klassischen Farbkombination Silber/Leder rot besitzt durch die seltenen Rudge-Felgen mit Zentralverschlüssen ein zusätzliches und ganz besonderes Rennsport-Attribut. "Gentleman, start your engine !" ...

 

Joachim Schultz

Ihr Ansprechpartner
Herr Joachim Schultz
Leiter Verkauf
Klassische Automobilie
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