300SL

1963

"Roadster"

300SL Roadster, Erstzulassung 1963

Mit Aluminium-Motor und Scheibenbremsen...

300SL
Lack Feuerrot (534)
Polster Leder schwarz
Türen 2
Sitzplätze 2
Vorbesitzer 3
H-Kennzeichen ja
Sonderausstattungen:

Hardtop schwarz, Radio Becker Mexico

Preis EUR Auf Anfrage

(§25a UStG differenzbesteuert)

Fahrzeughistorie:

Als im Februar 1954 der 300SL "Flügeltürer" (W 196) in den USA sein Debüt feierte, waren die Amerikaner begeistert über den "Rennwagen für die Straße" und das "German Engineering". Was noch niemand ahnen konnte : Dieses Modell wurde 50 Jahre später in den höchsten Adelsstand erhoben, der für ein Autto zu vergeben ist. Als  "Klassiker des Jahrhunderts" hat der 300SL einen ganz besonderen Kultstatus erreicht und sich weltweit im Bewusstsein der Auto-Enthusiasten verankert.

Dabei begann die Geschichte dieser Legende mit großen Herausforderungen. Zunächst musste die reinrassige Rennwagen-Konstruktion für den Verkauf "zivilisiert" werden. Der von Rudolf Uhlenhaut entwickelte Gitterrohr-Rahmen war zwar leicht und sehr stabil, verhinderte jedoch den Einbau konventioneller Türen. Den Konstrukteuren blieb an dieser Stelle keine andere Möglichkeit übrig, als in die Dachpartie auszuweichen. Die eigentliche "Notlösung" entpuppte sich als DAS Stil-Element überhaupt - und machte das Auto als "Gullwing" (Möwenschwinge) weltberühmt. Um den aus der 300er-Limousine stammenden Motor in der flachen Karosserie unterbringen zu können, musste das Aggregat stark modifiziert und um 45 Grad nach links geneigt eingebaut werden. Erstmalig kam bei Mercedes die Benzin-Direkteinspritzung aus der Flugmotoren-Technik in einem Auto zum Einsatz, was die Leistung auf überlegene 215 PS steigerte.

Im Jahr 1957, nach exakt 1.400 gebauten Flügeltürern erschien der 300SL Roadster auf dem Markt - nicht zuletzt deshalb, weil auch der 190SL Roadster mittlerweile ein grandioser Erfolg war. Der Gitterrohr-Rahmen wurde modifiziert und ermöglichte nun den Einbau konventioneller Türen. Auch ohne Flügeltüren übertrug sich die Faszination 1:1 auf den offenen Zweisitzer. Bis 1963 verließen insgesamt 1.858 Roadster das Werk in Sindelfingen und wie bereits beim "Flügel" die meisten davon in Richtung USA. Nach wie vor sind die wenigen Exemplare heiß begehrt sind und in mancher Liebhaber-Garage parkt heute das berühmte Paar, wohl behütet, nebeneinander.

Dieses Fahrzeug:

Dieser 300SL Roadster wurde Mitte 1962 in Sindelfingen fertiggestellt. Ab Frühjahr 1962 bis zum Ende der Produktionszeit 1963 erhielten die Roadster anstelle der Trommelbremsen wirkungsvollere Scheibenbremsen eingebaut und die Grauguss-Motoren wurden durch leichtere Aluminium-Motoren ersetzt. Insgesamt entstanden nur 204 Fahrzeuge mit dieser damals innovativen Technik. Heute gehören sie zu den besonders wertvollen Exemplaren dieser Baureihe.

In Jahr 1963 wurde der Wagen an seinen Erstbesitzer in Ohio ausgeliefert. Nach 14 Jahren verkaufte er ihn 1977 nach Indiana. Danach hatte der Wagen ab 2001 noch einen weiteren Besitzer in New Hampshire. Letzterer legte besonderen Wert auf die Erhaltung des Originalzustands und ließ den SL bei namhaften Adressen in den USA umfassend revidieren. 2015 gelangte der Wagen zurück nach Deutschland.

Aktuell präsentiert sich der Roadster optisch wie technisch in einem ausgezeichneten Zustand, der lt. Gutachten mit 2+ bewertet wurde. Einer der beeindruckendsten Klassiker der Marke Mercedes-Benz...

 

Joachim Schultz

Ihr Ansprechpartner
Herr Joachim Schultz
Leiter Verkauf
Klassische Automobilie
Tel.: 0511/ 5465-108
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