230SL

1964

"Pagode"

230SL Pagode, Erstzulassung 1964

Frühes Modell mit stehendem Reserverad und Quersitz...

230SL Pagode
Lack Silbermetallic (180)
Polster Leder schwarz
Türen 2
Sitzplätze 2
Vorbesitzer 3
H-Kennzeichen ja
Sonderausstattungen:

Metalliclack, Lederpolster, Automatikgetriebe, 3. Sitz hinten (Quersitz), Radio, wärmedämmendes Glas mit Bandfilter, Außenspiegel rechts

Preis EUR 146.850,–

(§25a UStG differenzbesteuert)

Fahrzeughistorie:

Auf dem Autosalon in Genf 1963 lüftete die Daimler-Benz AG ein streng gehütetes Geheimnis: Erstmalig war der neue SL zu sehen, der die Nachfolge des 190SL und auch des legendären 300SL antreten sollte. Ein schweres Erbe? Nicht wirklich. Seine Konstrukteure hatten ihre Hausaufgaben gründlich gemacht und den Novizen bestens ausgestattet. Die moderne gradlinig geschnittene Karosserie und der luxuriöse lichtdurchflutete Innenraum trafen genau den Zeitgeschmack. Weit nach vorn ausgeschnittene Türen ermöglichten einen für Sportwagen ungewöhnlich bequemen Einstieg und die großzügige Verglasung sorgte für einen hervorragenden Rundum-Blick. Auch technisch verstand der "Neue" zu brillieren: Ein kräftiger 6-Zylinder-Einspritz-Motor verhalf zu überdurchschnittlichen Fahrleistungen, dem serienmäßigen 4-Gang Schaltgetriebe konnte man auf Wunsch einen 5. Gang spendieren, oder - erstmalig in einem SL - ein modernes Automatikgetriebe ordern. Ausserdem war auch eine Servolenkung lieferbar, was den Komfortanspruch der 60er Jahre deutlich übertraf. Kein Wunder, daß sich sofort ein großer Verkaufserfolg einstellte, die Modellnachfolge war perfekt geregelt.

Das optional lieferbare Hardtop sollte auch für die Zusatzbezeichnung dieses Modells Pate stehen : Das ungewöhnlich nach innen gewölbte Mittelteil des Dachs verlieh dem SL nicht nur ein sportlich-dynamisches Erscheinungsbild, sondern erinnerte auch an japanische Pagoden mit ihrer typischen Dachkonstruktion. Der Name "Pagode" war fortan untrennbar mit diesem SL verbunden.

Produziert wurde die "Pagode" von 1963 - 1971. Zunächst als 230SL, 1967 folgte der 250SL und ab 1968 bis Produktionsende wurde der 280SL gebaut. Insgesamt wurden knapp 49.000 Fahrzeuge hergestellt, mehr als die Hälfte wurden exportiert.

In der langen Tradition der Fahrzeuge mit der Bezeichnung "SL" hat sich die "Pagode" in der Szene fest etabliert. Die Formgebung, die beherrschbare Technik, eine beruhigende Ersatzteilversorgung und besonders die problemlose Handhabung im alltäglichen Gebrauch ließ die Fan-Gemeinde im Laufe der Zeit immer größer werden.

Dieses Fahrzeug:

Dies ist ein früher 230SL mit stehendem Reserverad und deutscher Erstzulassung. Er kam vor ca. vier Jahren als Restaurier-Objekt zu einem erfahrenen Mercedes-Meister, der das Auto von Grund auf neu aufgebaut hat. Besonderes Augenmerk legte der Meister in die Originalität des Roadsters, alle Aggregate sind "Matching Numbers" und natürlich entsprechen auch die Lackierung und die Innenausstattung der Eintragung auf der Datenkarte. Letzte Abstimmung-Arbeiten wurden durch einen namhaften Pagoden-Spezialbetrieb durchgeführt. Danach hat der SL lediglich seine Einfahr-Kilometer zurückgelegt und ist startklar für die nächste Saison. Übrigens auch zu dritt: Der 230SL verfügt über den seltenen 3. Quersitz ...

 

Joachim Schultz

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Herr Joachim Schultz
Leiter Verkauf
Klassische Automobilie
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